Was macht ein Immobilien­bewirtschafter? Aufgaben und Berufsbild

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Immobilienbewirtschafter · Berufsbild · Stand

Was macht ein Immobilienbewirtschafter? Er verwaltet Liegenschaften im Auftrag der Eigentümerschaft und sorgt dafür, dass Bausubstanz und Rendite erhalten bleiben. Das Berufsbild in der Wegleitung der SFPKIW beschreibt dazu technische, kaufmännische und nachhaltige Aufgaben. Hier erfährst du, was der Job umfasst und welche Rollen es gibt.

Kurz erklärt: was ist ein Immobilienbewirtschafter?

Immobilienbewirtschafterinnen und Immobilienbewirtschafter sind laut Wegleitung professionelle Anbieter von Dienstleistungen in der Immobilienbewirtschaftung. Ihre Kundschaft sind Einzelpersonen, Personengruppen wie Erbengemeinschaften, Stiftungen oder Unternehmen. berufsberatung.ch fasst es so zusammen: Sie verwalten im Auftrag von Eigentümerinnen und Eigentümern Immobilien.

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Fragen mit Lösungen

Technische Bewirtschaftung

  • Zustandsanalysen erstellen und eine Unterhaltsstrategie entwickeln.
  • Sanierungen und Mieterausbauten begleiten.
  • Mängel beseitigen lassen und Handwerkeraufträge erteilen.
  • Mietobjekte abnehmen und übergeben.
  • Schaden- und Versicherungsfälle aufnehmen und erledigen.
  • Mit der Hauswartung zusammenarbeiten.

Kaufmännische Bewirtschaftung

  • Mietzinse festlegen und anpassen.
  • Vermarktungskonzepte für Erst- und Wiedervermietung erarbeiten, Leerstand minimieren.
  • Mieterinnen und Mieter auswählen und Mietverträge abschliessen.
  • Mit allen Anspruchsgruppen korrespondieren und Forderungen durchsetzen.
  • Liegenschaftenbuchhaltung, Mahn- und Inkassowesen führen.
  • Reportings für die Eigentümerschaft erstellen.
  • Stockwerk- und Miteigentum bewirtschaften.

Nachhaltige Bewirtschaftung

Die Wegleitung nennt ausdrücklich auch nachhaltige Aspekte: energieeffiziente Haushaltgeräte und Boiler, Licht im öffentlichen Raum, wassersparende Sanitärprodukte, ökologische Baumaterialien, naturnahe Umgebungspflege und Veloabstellanlagen. Damit verbindet der Beruf wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele. Die Wegleitung begründet den Beitrag des Berufs auch gesellschaftlich: Wer Bausubstanz und Rendite erhält, sichert die Renditen institutioneller Anleger wie Pensionskassen und trägt so zur Altersvorsorge bei. In der Praxis bedeutet Nachhaltigkeit oft, bei Ersatzinvestitionen die Betriebskosten über die ganze Lebensdauer zu vergleichen, nicht nur den Anschaffungspreis.

Rollen in der Praxis

Typische Bezeichnungen in Stelleninseraten (Abgrenzung je nach Firma verschieden)
RolleSchwerpunkt
Assistenz / SachbearbeitungAdministration, Korrespondenz, Vermietungsabläufe, Unterstützung der Bewirtschaftung
Junior Bewirtschafter/inErstes eigenes Teilportefeuille unter Begleitung
Bewirtschafter/inEigenes Portefeuille, Mietzinse, Budgets, Unterhalt, Eigentümerkontakt
Technische/r Bewirtschafter/inSchwerpunkt Unterhalt, Sanierungen, Bauprojekte
Eigentümerseitige BewirtschaftungArbeit direkt für Pensionskasse, Fonds oder Unternehmen als Eigentümer
TeamleitungFührung eines Bewirtschaftungsteams, Qualität und Mandate

Laut Wegleitung können Immobilienbewirtschafter mit Fachausweis ein kleines Team von zwei bis drei Personen führen.

Was du mitbringen solltest

berufsberatung.ch nennt als Anforderungen unter anderem Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Freude an Verkauf und Beratung, Durchsetzungsvermögen, Eigeninitiative und Reisebereitschaft. Dazu kommt ein gepflegtes Auftreten, denn du vertrittst die Eigentümerschaft gegenüber Mieterinnen, Handwerkern und Behörden.

Im Alltag heisst das: Du musst einer Mieterin eine Mietzinserhöhung erklären, mit einem Handwerker über eine Rechnung verhandeln und der Eigentümerschaft ein Budget begründen, manchmal am selben Tag. Wer gern zwischen Büro und Liegenschaft wechselt und Konflikte sachlich löst, ist im Beruf gut aufgehoben.

Wo du arbeitest

Laut berufsberatung.ch arbeiten Immobilienbewirtschafter in Liegenschaftsverwaltungen oder in Abteilungen grosser Unternehmen, die eigene Immobilien bewirtschaften. Die Selbständigkeit ist möglich. Ein Teil der Arbeit findet im Büro statt, dazu kommen häufige Termine vor Ort bei Mieterschaft und Eigentümerschaft. Laut Wegleitung arbeiten Immobilienbewirtschafter in Teilzeit oder Vollzeit, in kleinen, mittleren oder grossen Betrieben. Sie unterstützen die strategische Führung des Unternehmens und erledigen die administrativen und buchhalterischen Arbeiten ihrer Abteilung.

Ein Tag kann so aussehen: Am Morgen beantwortest du Anfragen von Mieterinnen und Mietern und prüfst eingegangene Rechnungen. Danach nimmst du eine gekündigte Wohnung ab und hältst Mängel im Protokoll fest. Am Nachmittag besprichst du mit einem Handwerker eine Offerte, bereitest eine Stockwerkeigentümerversammlung vor und rechnest eine Mietzinsanpassung. Zum Schluss aktualisierst du das Reporting für die Eigentümerschaft.

Was die Prüfung davon verlangt

Die Berufsprüfung bildet diese Aufgaben ab: Recht (Mietrecht, Sachenrecht, Stockwerkeigentum), bauliche Kenntnisse, Personalführung und vor allem die Immobilienbewirtschaftung, schriftlich in acht Stunden und mündlich mit Rollenspiel. Beispiele: Mietzinserhöhung und Referenzzinssatz und Stockwerkeigentum und Wertquoten. Den Einstieg in den Beruf erklärt Immobilienbewirtschafter werden. Überblick: Hauptratgeber Immobilienbewirtschafter.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Häufige Fragen

Was ist ein Immobilienbewirtschafter?

Eine Fachperson, die Liegenschaften im Auftrag der Eigentümerschaft technisch und kaufmännisch verwaltet, um Bausubstanz und Rendite zu erhalten.

Was sind die wichtigsten Aufgaben?

Vermietung, Mietzinse, Nebenkosten, Unterhalt und Sanierungen, Buchhaltung, Reportings und Stockwerkeigentum.

Was macht ein technischer Immobilienbewirtschafter?

Er konzentriert sich auf Zustand, Unterhalt, Sanierungen und Handwerker. Die genaue Abgrenzung legt der Arbeitgeber fest.

Was ist ein Junior Immobilienbewirtschafter?

Eine Einstiegsfunktion mit einem ersten eigenen Teilportefeuille, meist noch ohne Fachausweis.

Braucht man für den Beruf einen Fachausweis?

Gesetzlich nicht. Viele Arbeitgeber verlangen ihn aber für Stellen mit eigenem Portefeuille oder Teamverantwortung.

Führt ein Immobilienbewirtschafter ein Team?

Mit Fachausweis ist er laut Wegleitung in der Lage, ein kleines Team von zwei bis drei Personen zu führen.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitImmobilienbewirtschafter: Kosten, Prüfungsgebühr und Bundesbeitrag

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