Lernplan und typische Fehler: Finanzplaner-Fachausweis neben dem Beruf

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Finanzplaner · Lernplan · Stand

Die Finanzplaner-Prüfung verlangt breites Wissen und die Fähigkeit, es auf einen Haushalt anzuwenden. Neben dem Beruf klappt das mit einem klaren Plan, vielen Rechenübungen und mündlichen Proben. Hier ein Plan und die häufigsten Fehler.

Grundsatz: Vorsorge zuerst

AHV, Pensionskasse und dritte Säule sind das Fundament. Sie machen gemäss unseren Übungsfragen einen grossen Teil der Aufgaben aus und fliessen in jeden Haushaltsfall ein. Lerne sie zuerst.

Wissen direkt prüfen23 kostenlose Fragen mit Lösungen und Erklärungen, direkt lesbar und ohne Anmeldung.
Fragen mit Lösungen

Plan über zehn Wochen

Zehn Wochen, 8 bis 10 Stunden pro Woche
WocheSchwerpunkt
11. Säule AHV: Rente, Splitting, Betreuungsgutschriften, Frühpension
2 bis 32. Säule BVG: Lohn, Altersguthaben, Einkauf, Bezug, Freizügigkeit
43. Säule und Pensionsplanung
5Steuern natürlicher Personen
6Vermögen und Anlagen
7Wohneigentum und Hypotheken
8Familien- und Erbrecht, Versicherungen
9Selbständige, Beratungsprozess und Compliance, Haushaltsfall üben
10Probe-Haushaltsfall, mündliche Übung, Fehlerliste

Fehler 1: Betreuungsgutschriften falsch beurteilen

Betreuungsgutschriften setzen die Betreuung von leicht erreichbaren Verwandten voraus, die eine Hilflosenentschädigung beziehen. Seit 2021 genügt auch leichte Hilflosigkeit. Sie müssen jährlich bei der kantonalen Ausgleichskasse angemeldet werden. Sie erhöhen das durchschnittliche Jahreseinkommen bei der Rentenberechnung.

Fehler 2: Frühpension unterschätzen

Bei vorzeitiger Pensionierung wirken zwei Effekte: weniger Altersguthaben und ein tieferer Umwandlungssatz. Die Rente sinkt stärker als nur um die fehlenden Beitragsjahre. Zusätzlich fällt die AHV-Rente bei Vorbezug tiefer aus. Siehe Pensionslücke berechnen.

Fehler 3: Vorsorgeausweis als Zusicherung lesen

Projizierte Guthaben im Vorsorgeausweis beruhen auf Annahmen zu Zins, Lohn und Erwerbsdauer. Sie sind Planungsgrundlage, aber keine Garantie. Auch das Einkaufspotenzial bestätigst du bei der Kasse, bevor du eine Planung machst.

Fehler 4: 3a-Wechsel mit Auszahlung verwechseln

Ein direkter Übertrag zwischen 3a-Einrichtungen ist steuerneutral, eine Auszahlung auf ein privates Konto dagegen nicht. Merke dir den Unterschied zwischen Übertrag und Bezug.

Fehler 5: Staffelung und Einkauf nicht abstimmen

Nach einem Einkauf in die Pensionskasse gilt eine Sperrfrist von drei Jahren für den Kapitalbezug. Wer staffeln will, muss das zeitlich einplanen. Details in Säule 3a und Staffelung.

Fehler 6: Annahmen im Haushaltsfall weglassen

Im Haushaltsfall musst du Annahmen offenlegen: Zinsen, Teuerung, Steuersatz, Lebenserwartung. Ohne sie sind Zahlen nicht nachvollziehbar, und es gibt weniger Punkte. Mehr zu den Prüfungsteilen: Module und Aufbau.

Letzte zwei Wochen

Überblick: Hauptratgeber.

  • Einen Haushaltsfall in 240 Minuten durchrechnen
  • Eine mündliche Verteidigung laut üben
  • Fehlerliste täglich durchgehen
  • Höchstbeträge und Grenzen auf einer Karte

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Häufige Fragen

Wie viel Zeit brauche ich?

Plane etwa zehn Wochen bei 8 bis 10 Stunden pro Woche, mehr, wenn dir Steuern und Erbrecht neu sind.

Womit beginne ich?

Mit AHV, BVG und 3a.

Wie übe ich den Haushaltsfall?

Mit vollständigen Fällen unter Zeitdruck, inklusive Annahmen und Empfehlungen.

Wie bereite ich die mündliche Prüfung vor?

Erkläre deinen Plan laut und lass dir kritische Rückfragen stellen.

Quellen und weiterführende Links

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