Treuhänder mit eidg. Fachausweis: Lohn und was ihn bestimmt

KostenlosVor dem Kauf ausprobieren
Mit ErklärungAntworten nachvollziehen
CHF 70Einmalig für 12 Monate
Kein AboKeine automatische Verlängerung

Treuhand · Lohn · Stand

Der Lohn als Treuhänder mit eidg. Fachausweis hängt stark davon ab, ob du Mandate selbständig führst, wie gross die Treuhandfirma ist und in welcher Region du arbeitest. Eine offizielle Lohnempfehlung der Prüfungsträgerschaft gibt es nicht. Dieser Ratgeber zeigt die Lohnfaktoren und neutrale Quellen für deine Einschätzung.

Gibt es einen offiziellen Lohn?

Nein. Die Trägerorganisation der Berufsprüfung veröffentlicht keine Lohnzahlen. Salärstudien von Personalvermittlern oder Zahlen aus einzelnen Inseraten sind keine neutralen Quellen und streuen stark. Wir nennen deshalb keine Frankenbeträge, sondern zeigen dir, wie du deinen Marktwert selbst ermittelst.

Wissen direkt prüfen25 kostenlose Fragen mit Lösungen und Erklärungen, direkt lesbar und ohne Anmeldung.
Fragen mit Lösungen

Was Fachleute in Treuhand und Beratung tun

Laut Prüfungsordnung 2027 sind Fachleute in Treuhand und Beratung Dienstleistende in Rechnungswesen, Steuern, Revision, Unternehmensberatung, Personaladministration und Vorsorgeplanung. Je nach Ausbildung und Praxis übernehmen sie Teilaufgaben bis hin zu ganzen Mandaten. Bei komplexeren Fragen nehmen sie Rücksprache mit Fachleuten.

Genau diese Spannweite erklärt die Lohnunterschiede: Wer Buchhaltungen erfasst, verdient anders als jemand, der Mandate mit Abschluss, Steuererklärung und Beratung eigenständig betreut.

Die Prüfungsordnung ordnet den Beruf in vier Handlungskompetenzbereiche: Buchführung und Rechnungslegung, Steuer- und Rechtsangelegenheiten, Personalwesen sowie Beraten und Prüfen von Unternehmen und Betreuen natürlicher Personen. Wer in allen vier Bereichen sicher ist, kann Mandate breiter abdecken. Das ist für Treuhandfirmen ein direkter Mehrwert.

Die wichtigsten Lohnfaktoren

Was den Lohn mit Fachausweis beeinflusst
FaktorWirkung
MandatsverantwortungEigene Mandate mit Kundenkontakt statt reiner Sachbearbeitung
ArbeitgeberKleine Treuhandbüros, grössere Treuhand- und Revisionsgesellschaften, Finanzabteilungen von KMU
FachgebietSteuern, Rechnungslegung, Revision oder Lohnwesen als Schwerpunkt
ErfahrungJahre in der Treuhandpraxis und Breite der betreuten Mandate
FührungLeitung eines Teams oder einer Abteilung
Region und PensumLohnniveau nach Grossregion, Zahlen auf 100 % umrechnen

Neutrale Lohnquellen

Die neutralste Quelle ist der statistische Lohnrechner Salarium des Bundesamts für Statistik. Er beruht auf der Lohnstrukturerhebung und zeigt Medianlöhne nach Branche, Region, Alter, Ausbildung und beruflicher Stellung. Wähle die passende Branche (zum Beispiel Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung) und als Ausbildung die höhere Berufsbildung.

Achte beim Vergleich darauf, ob ein Wert brutto oder netto ist, ob ein 13. Monatslohn enthalten ist und auf welches Pensum er sich bezieht. Ein Medianwert bedeutet: Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Deine Position hängt von Verantwortung und Erfahrung ab.

  • Salarium (BFS): Medianwerte nach Branche und Region, standardisiert auf ein Vollzeitpensum
  • Stelleninserate mit Lohnangabe als grobe Orientierung
  • Austausch im Berufsverband und unter Kolleginnen und Kollegen

Was der Fachausweis bringt

Der Fachausweis zeigt, dass du Buchführung, Steuern, Recht, Personalwesen und Beratung verbinden kannst. Die mündliche Prüfung mit Präsentation, Rollenspiel und Fachgespräch prüft ausdrücklich die Beratungskompetenz. Das ist ein Argument für mehr Mandatsverantwortung.

Seit dem 1. Oktober 2026 dürfen Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fachausweises den Titelzusatz «Professional Bachelor» führen, unabhängig vom Abschlussjahr (SBFI).

So gehst du ins Lohngespräch

  • Medianwert mit Salarium ermitteln.
  • Konkret aufzeigen, welche Mandate oder Aufgaben du nach dem Fachausweis selbständig übernimmst.
  • Lohnanpassung und Kursbeteiligung idealerweise vor Kursbeginn vereinbaren.
  • Rückzahlungsklauseln für Weiterbildungskosten im Vertrag prüfen.
  • Im Lebenslauf den geschützten Titel korrekt angeben, auf Wunsch mit dem Zusatz Professional Bachelor.

Danach: weitere Lohnschritte

Die nächste Stufe ist die höhere Fachprüfung zur diplomierten Treuhandexpertin oder zum diplomierten Treuhandexperten. Was sie verlangt, steht in Weiterbildung nach dem Fachausweis. Den Weg zur aktuellen Prüfung beschreibt der Hauptratgeber, die Zulassung Voraussetzungen und Ausbildung.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

Kostenlos testen

Fachleute Treuhand: 950 Übungsfragen mit Erklärung

20 Fragen pro Themenbereich und das erste Theoriekapitel, ohne Karte und ohne Anmeldung als Gast.

Gratis üben Zur Prüfung

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Treuhänder mit eidg. Fachausweis?

Eine offizielle Zahl gibt es nicht. Der Lohn hängt von Mandatsverantwortung, Arbeitgeber, Erfahrung und Region ab. Einen neutralen Medianwert liefert Salarium des BFS.

Steigt der Lohn automatisch nach der Prüfung?

Nein. Viele Arbeitgeber passen den Lohn an, wenn du mehr Verantwortung übernimmst. Kläre das am besten vor Kursbeginn.

Welche Quelle ist neutral?

Der Lohnrechner Salarium des Bundesamts für Statistik. Studien von Personalvermittlern oder einzelne Inserate sind nicht repräsentativ.

Ist der Fachausweis in Treuhandfirmen gefragt?

Die Prüfungsordnung beschreibt Fachleute in Treuhand und Beratung als Personen, die je nach Ausbildung und Praxis Teilaufgaben bis ganze Mandate übernehmen. Für mehr Mandatsverantwortung ist der Fachausweis deshalb ein starkes Argument.

Heisst der Titel noch Treuhänder?

Ab der Prüfungsordnung 2027 lautet der Titel Fachfrau oder Fachmann in Treuhand und Beratung mit eidgenössischem Fachausweis.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitTreuhand Prüfung 2027: Anmeldung, Termine, Unterlagen und Prüfungssekretariat

Weitere Ratgeber