VSSU Prüfung Bewachung: Prüfungsfragen, Campus und Übung

KostenlosVor dem Kauf ausprobieren
Mit ErklärungAntworten nachvollziehen
CHF 70Einmalig für 12 Monate
Kein AboKeine automatische Verlängerung

Sicherheit und Bewachung · Prüfungsfragen · Stand

Die VSSU Prüfung in der Fachrichtung Bewachung verbindet Computerprüfungen, Gespräche und einen Praxisparcours. Wer gezielt mit Prüfungsfragen übt, kennt die Denkweise der Aufgaben. Dieser Ratgeber zeigt, was das Merkblatt des VSSU verrät, und gibt dir Beispielfragen mit Lösungen.

So ist die Prüfung aufgebaut

Laut Merkblatt des VSSU umfasst die Prüfung Bewachung drei Grundfächer und die Fachrichtung. Die schriftlichen Prüfungen finden am Computer statt (Computer Based Testing).

Prüfungsteile Bewachung laut Merkblatt
FachSchriftlichMündlichGewicht
Branchenkunde60 Min.30 Min.1
Recht45 Min.30 Min.1
Sozialkompetenz45 Min.30 Min.1
Fachkunde Bewachung60 Min.30 Min.1
Praxis Bewachung120 Min. praktisch–3
Wissen direkt prüfen26 kostenlose Fragen mit Lösungen und Erklärungen, direkt lesbar und ohne Anmeldung.
Fragen mit Lösungen

Gibt es offizielle Prüfungsfragen?

Alte Prüfungen mit Lösungen veröffentlicht der VSSU nicht auf seiner Website. Angemeldete Kandidierende erhalten drei Monate vor der Prüfung ein Login für die E-Trainingsplattform VSSU-Campus mit Training und simulierter Prüfung. Wer sich abmeldet, verliert das Login wieder. Davor ist der Campus laut Tarifliste kostenpflichtig.

Wie viele Fragen gestellt werden und welche Fragetypen vorkommen, ist nicht öffentlich bestätigt. Übe deshalb mit Wissensfragen und mit Szenarien.

Schwerpunkte der mündlichen Fachkunde

Das Merkblatt nennt für das mündliche Fach Fachkunde Bewachung vier Schwerpunkte. Jeweils geht es um Aufbau, Funktion, Bedienung, Störungsbehebung und die Erklärung des Ablaufs.

  • Einbruchmeldeanlage und Brandmeldeanlage
  • Gängige Schliesssysteme in der Schweiz
  • Störvorfälle wie Chemie-, Elektro- und Brandunfälle oder ausgelöste Sicherheitseinrichtungen
  • Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher, Wasserlöschposten und Brandschutztüren

Die Praxisposten

Im Praxisteil durchläufst du laut Wegleitung einen Parcours mit Routineaufgaben und besonderen Vorkommnissen. Das Merkblatt nennt Posten wie diese:

  • Gebäudekontrolle: Bedienung einer EMA, Innen- und Aussenkontrolle, Gefahren erkennen, Personen- und Fahrzeugbeschreibung.
  • Brandbekämpfung und Erste Hilfe: Bedienung einer BMA, Einsatz von Löschmitteln, BLS-AED-Massnahmen.
  • Verkehrsdienst: Zeichengebung, Verkehrsregelung, Handeln bei einem Unfall, Sicherung der Spuren.
  • Veranstaltung und Evakuation.

Du bringst die Ausrüstung mit, die dein Arbeitgeber vorschreibt. Lies das Merkblatt vor der Prüfung vollständig.

Recht mit Gesetzestexten

Im Fach Recht sind die amtlichen Gesetzestexte erlaubt. Das hilft nur, wenn du die Artikel schnell findest. Übe mit StGB, StPO, ZGB, OR und DSG, bis du Notwehr, Notstand, vorläufige Festnahme und Besitzesschutz ohne Suchen aufschlägst. Vertiefung: Notwehr und Notstand und Vorläufige Festnahme und Hausrecht.

So übst du mit Szenarien

Viele Aufgaben beschreiben eine Situation aus dem Einsatz. Gehe sie immer in derselben Reihenfolge durch: eigene Sicherheit und Sicherheit Dritter, Lage erfassen, Befugnisse prüfen, mildestes geeignetes Mittel wählen, melden und dokumentieren. Schreibe dir nach jeder Übungsfrage in einem Satz auf, warum die falschen Antworten falsch sind. So erkennst du die typischen Fallen schneller. Übe die mündlichen Teile laut, am besten mit einer Kollegin, die dir Rückfragen stellt. In den letzten vier Wochen hilft dieser Plan:

  • Woche 4: Campus freischalten, alle Fächer einmal unter Zeitdruck simulieren und Fehler notieren.
  • Woche 3: Recht mit Gesetzestexten üben, Registerkarten setzen, Schlüsselartikel finden.
  • Woche 2: Fachkunde laut erklären: EMA, BMA, Schliesssysteme, Brandschutz.
  • Woche 1: Praxisposten im Kopf durchspielen, Ausrüstung bereitlegen, Anreise planen.

Typische Fehler beim Üben

  • Antworten wählen, die Gewalt als erste Reaktion vorsehen. Verhältnismässigkeit und mildestes Mittel gehen vor.
  • Befugnisse überschätzen: Sicherheitsleute handeln mit den Rechten jeder Privatperson, nicht wie die Polizei.
  • Meldung und Rapport vergessen. Fast jedes Szenario endet mit Alarmierung und Dokumentation.
  • Nur auf Papier üben, obwohl die Prüfung am Computer stattfindet.
  • Die Bedienung von EMA und BMA nur theoretisch kennen.

Bestehen und Wiederholen

Bestanden hast du nach Ziff. 6.41 der Prüfungsordnung, wenn die Gesamtnote mindestens 4,0 beträgt, Fachkunde und Praxis je mindestens 4,0 erreichen und in den Grundfächern höchstens eine Note unter 4,0, aber keine unter 3,0 liegt. Wer nicht besteht, wiederholt nur die ungenügenden Teile, frühestens im Folgejahr. Einen Lernplan findest du in Lernplan und typische Fehler, den Überblick im Hauptratgeber.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

Selbsttest

Beantworte die Fragen im Kopf und öffne dann die Lösung.

Aufgabe 1

Nachtwächter Reto Baumann sieht, wie ein Einbrecher mit Beute über den Zaun flieht. Reto wirft ihm eine Metallstange nach und trifft ihn am Bein. Wie ist das zu beurteilen?

  1. Der Angriff war beendet; der Wurf ist keine Notwehr mehr und kann als Körperverletzung strafbar sein
  2. Zulässig, weil Notwehr auch erlaubt, um gestohlene Ware gegen einen Flüchtenden zurückzuerlangen
  3. Zulässig, weil der Diebstahl als andauernder Angriff gilt, bis die Täterschaft der Polizei übergeben ist
  4. Zulässig, sofern Reto vorher laut «Halt» gerufen und damit die Abwehr angekündigt hat
Lösung anzeigen

Richtig: A. Wer flieht, greift nicht mehr an, der Wurf ist deshalb nicht gerechtfertigt. Bei Vergehen auf frischer Tat käme höchstens eine verhältnismässige Festnahme nach Art. 218 StPO in Frage.

Aufgabe 2

In der Kantine der Rüegg Gastro AG fängt die Fritteuse Feuer. Sie stehen mit einem Wassereimer in der Nähe. Was tun Sie?

  1. Das Feuer mit einem kräftigen Schwall Wasser löschen, weil Wasser das gebräuchlichste Löschmittel ist
  2. Die Fritteuse mit dem Pulverlöscher aus kurzer Distanz in einem einzigen kräftigen Strahl direkt anspritzen
  3. Das brennende Öl vom Herd tragen und im Freien ausleeren, damit die Küche sofort rauchfrei ist
  4. Nicht mit Wasser löschen, sondern Flammen mit Löschdecke oder Fettbrand-Löscher ersticken und alarmieren
Lösung anzeigen

Richtig: D. Fettbrände (Brandklasse F) werden durch Ersticken gelöscht. Wasser verursacht eine Fettexplosion.

Aufgabe 3

Wo werden Umfang und Art der Leistungen eines Sicherheitseinsatzes für einen Kunden in der Regel verbindlich festgehalten?

  1. Im mündlichen Gespräch zwischen Kunde und Mitarbeitendem, da schriftliche Unterlagen nicht üblich sind, ohne vorher weitere Abklärungen vorzunehmen
  2. Im Dienstleistungsvertrag mit Pflichtenheft bzw. der Dienstanweisung, die Einsatzort, Zeiten, Aufgaben und Kompetenzen beschreiben
  3. In der Alarmanlage des Kunden, die automatisch alle Pflichten des Sicherheitsdienstes vorgibt
  4. Im Strafgesetzbuch, das für jeden Einsatz die Leistungen der Sicherheitsfirma abschliessend aufzählt, weil dies bisher in vielen Betrieben so üblich war
Lösung anzeigen

Richtig: B. Der Vertrag und die Dienstanweisung konkretisieren den Auftrag. Sie schaffen Klarheit über Pflichten und Grenzen.

Kostenlos testen

Fachleute Sicherheit und Bewachung: 748 Übungsfragen mit Erklärung

20 Fragen pro Themenbereich und das erste Theoriekapitel, ohne Karte und ohne Anmeldung als Gast.

Gratis üben Zur Prüfung

Häufige Fragen

Gibt es alte VSSU-Prüfungen mit Lösungen?

Auf der Website des VSSU haben wir keine gefunden. Angemeldete erhalten drei Monate vor der Prüfung Zugang zum VSSU-Campus mit simulierter Prüfung.

Ist die schriftliche Prüfung am Computer?

Ja. Laut Merkblatt werden die schriftlichen Prüfungen als Computer Based Testing durchgeführt.

Welche Anlagen kommen in der mündlichen Fachkunde vor?

Laut Merkblatt Einbruch- und Brandmeldeanlagen, Schliesssysteme, Störvorfälle und Brandschutzeinrichtungen.

Wie viel zählt der Praxisteil?

Er dauert 120 Minuten und zählt dreifach. Er muss mindestens die Note 4,0 erreichen.

Quellen und weiterführende Links

Weitere Ratgeber