Logistiker EFZ: Was ist das? Lehre, Dauer, Voraussetzungen, Fachrichtungen

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Logistiker/in EFZ · Ausbildung · Stand

Logistiker EFZ ist eine dreijährige Lehre, in der du Güter entgegennimmst, lagerst, bewirtschaftest und verteilst. Du wählst vor Lehrbeginn die Fachrichtung Distribution oder Lager. Voraussetzung ist die abgeschlossene obligatorische Schule, manche Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

Was macht ein Logistiker EFZ?

  • Waren verwalten: Lieferungen entgegennehmen und prüfen, Begleitpapiere kontrollieren, Wareneingang mit Scanner im System erfassen, Güter richtig einlagern und Bestände kontrollieren.
  • Waren versenden: Bestellungen aufnehmen, Waren termingerecht bereitstellen, sicher und umweltgerecht verpacken, Lieferpapiere und Zolldokumente erstellen, Touren planen und Fahrzeuge beladen.
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Die Fachrichtungen

Die Fachrichtung wird vor Beginn der Lehre im Lehrvertrag festgehalten und steht später im Fähigkeitszeugnis. Die frühere Fachrichtung Verkehr gibt es nach der Verordnung von 2023 nicht mehr. Der Bahnbereich ist im Berufsfeld Logistik nun ein eigener Beruf: Fachfrau/Fachmann Bahntransport EFZ.

Fachrichtungen nach Bildungsverordnung 2023
FachrichtungSchwerpunktBesonderheit
DistributionBriefe und Pakete annehmen und sortieren, Touren planen, zustellen, Kundschaft beraten, Retouren organisierenFührerausweis A1 oder B nötig; der Betrieb zahlt CHF 1'200 (A1) oder CHF 2'200 (B)
LagerWaren nach Regeln einlagern, Lagersystem verbessern, Auslastung und Umschlag berechnen, Ladenhüter erkennenAusbildungsnachweis für Flurförderzeuge nötig

Dauer und Lernorte

Der Bildungsplan gliedert den Beruf in acht Handlungskompetenzbereiche. Vier gelten für alle: Organisieren der Aufträge, Gestalten und Optimieren des Arbeitseinsatzes, Entgegennehmen und Bewirtschaften von Gütern sowie Verteilen von Gütern. In der Distribution kommen das Bearbeiten und Zustellen von Sendungen dazu, im Lager das Lagern und Kommissionieren von Waren. Die fachrichtungsspezifischen Inhalte beginnen in der Schule im zweiten Lehrjahr. Im Betrieb arbeitest du von Beginn an im Umfeld deiner Fachrichtung.

Aufbau der Lehre
LernortUmfang
Lehrbetriebim Durchschnitt 4 Tage pro Woche
Berufsfachschule1 Tag pro Woche, 1'080 Lektionen in drei Jahren
Überbetriebliche Kurse24 Tage (Distribution) oder 25 Tage (Lager)
Dauer3 Jahre, Abschluss EFZ

Voraussetzungen und Eignungstest

Formell brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Die SVBL nennt durchschnittliche bis gute Schulleistungen. Laut berufsberatung.ch verlangen manche Betriebe einen Eignungstest. Welcher Test es ist, sagt dir der Betrieb im Inserat oder auf Anfrage.

  • Systematisches und selbstständiges Arbeiten
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Gutes Sehvermögen und gutes Gedächtnis
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Freundliches Auftreten, vor allem in der Distribution mit Kundenkontakt

Schnuppern

In einer Schnupperlehre siehst du, ob dir die Arbeit im Lager oder in der Zustellung liegt. Achte darauf, beide Fachrichtungen zu vergleichen, wenn du unsicher bist, denn die Wahl gilt für die ganze Lehre. Frag nach Arbeitszeiten, Schutzausrüstung und welche Staplerausbildung der Betrieb anbietet. Der Ausbildungsnachweis für Flurförderzeuge ist für die Abschlussprüfung in beiden Fachrichtungen Pflicht, in der Distribution zusätzlich der Führerausweis A1 oder B.

Arbeitszeiten und Arbeitsorte

Gearbeitet wird meist im Lager, teilweise im Freien beim Verladen oder Zustellen. Schutzausrüstung wie Sicherheitsschuhe ist Pflicht. Die Arbeitszeiten sind meist regelmässig, je nach Betrieb kommen Nacht-, Früh- oder Wochenendeinsätze vor. Arbeitgeber sind Detailhandelsketten, Baustoff- und Ersatzteillager, Verteilzentren des Grosshandels, Paketzentren, die Postzustellung und Güterbahnhöfe.

In grossen Betrieben arbeitest du im Team und leitest später Mitarbeitende mit EBA an. In kleinen Betrieben arbeitest du oft selbstständig und hast direkten Kundenkontakt. Nach einigen Jahren Erfahrung sind Funktionen wie Gruppenleiter/in, Lagerchef/in oder Leiter/in einer Logistikabteilung möglich.

Abschluss, Berufsmaturität und danach

Mit sehr guten Leistungen kannst du die Berufsmaturität machen. Wer die Lehre in zwei Jahren machen will, kann das Logistiker EBA wählen. Den Vergleich zeigt Logistiker EBA oder EFZ. Welche Fächer du in der Schule hast, steht in Berufsschule und Fächer. Wie die Lehre abgeschlossen wird, erklärt der Hauptratgeber zum Qualifikationsverfahren.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert die Lehre als Logistiker EFZ?

Drei Jahre. Mit einem EBA als Logistiker/in wird ein Jahr angerechnet.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Distribution und Lager. Die frühere Fachrichtung Verkehr ist heute der eigene Beruf Fachfrau/Fachmann Bahntransport EFZ.

Brauche ich einen Eignungstest?

Nicht zwingend. Manche Betriebe verlangen einen.

Brauche ich einen Führerausweis?

In der Fachrichtung Distribution ja, Kategorie A1 oder B. Der Lehrbetrieb übernimmt einen Teil der Kosten.

Was heisst Logistiker EFZ?

EFZ steht für eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, den Abschluss einer drei- oder vierjährigen beruflichen Grundbildung.

Wie viele Tage arbeite ich im Betrieb?

Im Durchschnitt vier Tage pro Woche, dazu ein Tag Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitVPA, Fachgespräch und Erfahrungsnote bei Logistiker/in EFZ

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