Logistiker EFZ Prüfungsfragen: typische Aufgaben und wie du übst

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Logistiker/in EFZ · Prüfungsfragen · Stand

Logistiker EFZ Prüfungsfragen drehen sich fast immer um Abläufe: Ware prüfen, Abweichungen klären, richtig lagern und kommissionieren. Nach der neuen Verordnung werden sie in der praktischen Arbeit und im Fachgespräch gestellt, nicht mehr in einer schriftlichen Schlussprüfung. Hier siehst du die Aufgabentypen, Beispielfragen und eine Übungsmethode.

Wo Prüfungsfragen vorkommen

Nach der Bildungsverordnung von 2023 besteht das QV aus der vorgegebenen praktischen Arbeit (6 Stunden) mit einem Fachgespräch von 30 Minuten, der Allgemeinbildung und der Erfahrungsnote. In der praktischen Arbeit löst du Aufträge, im Fachgespräch erklärst und begründest du. Als Hilfsmittel darfst du die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse verwenden.

Wer noch nach der Verordnung von 2016 abschliesst, etwa bei einer Wiederholung bis Ende 2028, hat zusätzlich eine schriftliche Prüfung der Berufskenntnisse von 3 Stunden in zwei Teilen zu je 90 Minuten. Erlaubt sind dort Schreibzeug, Taschenrechner und Formelheft. Die SVBL beschreibt die Aufgaben als Fallbeispiele und Wissensfragen.

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Fragen mit Lösungen

Typische Aufgabentypen

Aufgabentypen und was sie prüfen
TypBeispielWorauf es ankommt
AbweichungMindermenge, Mehrmenge, falscher Artikel, andere VerpackungseinheitErst dokumentieren und klären, dann verbuchen
BegriffFestplatz, chaotische Lagerung, FIFO, FEFO, Pick-by-ScanBegriff erklären und ein Beispiel nennen
BerechnungLagerumschlag, Meldebestand, LadungsgewichtFormel, Einheit, Plausibilität
SicherheitGefahrengut, Ladungssicherung, StaplerRegel nennen und begründen
KundenkontaktReklamation, Zustellung, RetoureHöflich, korrekt, dokumentiert

Themen je Fachrichtung

Die Liste folgt den Handlungskompetenzen, die die SVBL für die Validierung des Logistiker EFZ aufführt. Sie zeigt gut, wonach Expertinnen und Experten fragen.

  • Distribution: Sendungen annehmen und abholen, sortieren und die Zustellung vorbereiten, Zustellung organisieren, Zustellfahrzeuge führen, Sendungen zustellen, Nachsendungen und Retouren.
  • Lager: Lager optimieren, Lagerbestände bewirtschaften, Kommissioniersysteme optimieren, die Artikelstruktur eines Lagerbereichs verbessern.
  • Für beide: Gefahren erkennen, Gefahrengut sicher handhaben, Abfälle umweltgerecht bewirtschaften, Prozesse einhalten und Qualität fördern, kundenfreundlich auftreten.

Das Muster hinter vielen Fragen

Viele Fragen haben dieselbe Logik: Etwas stimmt nicht mit dem Soll überein. Die richtige Antwort ist dann fast nie «ignorieren», «einfach anpassen» oder «alles zurückschicken». Richtig ist meist: Abweichung feststellen, dokumentieren, an die zuständige Stelle melden und erst nach der Klärung buchen oder einlagern. Wer dieses Muster kennt, löst einen grossen Teil der Fallfragen.

Praxisaufträge im Betrieb nutzen

Die fünf benoteten Kompetenznachweise im Betrieb und die drei in den üK sind echte Prüfungssituationen. Sie zählen in die Erfahrungsnote und trainieren gleichzeitig die praktische Arbeit. Lass dir nach jedem Nachweis erklären, wo du Punkte verloren hast, und notiere es in der Lerndokumentation.

So übst du für das Fachgespräch

  • Schreibe zu jedem Handlungskompetenzbereich drei Situationen aus deinem Betrieb auf.
  • Beschreibe jede Situation in fünf Schritten und begründe jeden Schritt.
  • Lass dir von Kolleginnen oder dem Berufsbildner Fragen stellen, auch unerwartete.
  • Übe Fachbegriffe laut, bis du sie ohne Zögern erklären kannst.
  • Wenn du eine Antwort nicht weisst, sag, wie du sie im Betrieb herausfinden würdest.

Wöchentliche Übungsroutine

Einen Plan für die letzten acht Wochen zeigt Lernplan und typische Fehler. Rechenaufgaben übst du mit ABC-Analyse. Den Prüfungsaufbau erklärt der Hauptratgeber zum Qualifikationsverfahren.

Beispiel für eine Woche
TagÜbungDauer
Montag10 Übungsfragen zu einem Bereich, Fehler notieren20 Min.
MittwochEine Rechenaufgabe mit Formelblatt20 Min.
FreitagEine Situation aus dem Betrieb laut erklären15 Min.
WochenendeFehler der Woche wiederholen30 Min.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

Selbsttest

Beantworte die Fragen im Kopf und öffne dann die Lösung.

Aufgabe 1

Bei der Einlagerung stellt die Logistikerin fest, dass der Lieferschein 120 Stück nennt, tatsächlich aber nur 114 Stück angeliefert wurden. Wie geht sie korrekt vor?

  1. Die fehlenden 6 Stück im System einfach ergänzen, als wären sie da
  2. Die Abweichung ignorieren, da sie klein ist
  3. Die Abweichung auf dem Lieferschein vermerken und der Lieferantin bzw. der Spedition melden
  4. Die ganze Lieferung zurückschicken, ohne sie zu erfassen
Lösung anzeigen

Richtig: C. Jede Mengenabweichung zwischen Lieferschein und Anlieferung wird dokumentiert und der Lieferantin oder der Spedition gemeldet, damit die Differenz nachverfolgt werden kann.

Aufgabe 2

Was bedeutet das Kürzel «Pick-by-Scan» beim Kommissionieren?

  1. Die Entnahme erfolgt ausschliesslich nach Gehör
  2. Es wird kein Beleg und keine Liste verwendet
  3. Jede Entnahme wird mit einem Scanner am Artikel bestätigt
  4. Die Kundin scannt die Ware selbst bei der Zustellung
Lösung anzeigen

Richtig: C. Pick-by-Scan bestätigt jede Entnahme durch einen Scan des Artikels. So werden Fehlentnahmen direkt erkannt.

Aufgabe 3

Welches Lagerprinzip beschreibt eine Lagerung, bei der jedem Artikel dauerhaft derselbe, fest zugewiesene Lagerplatz gehört?

  1. Festplatzlagerung
  2. Chaotische Lagerung
  3. Blocklagerung
  4. Querverteilung
Lösung anzeigen

Richtig: A. Bei der Festplatzlagerung hat jeder Artikel einen fest zugewiesenen Platz. Das erleichtert das Finden, nutzt den Platz aber oft weniger effizient als die chaotische Lagerung.

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Häufige Fragen

Gibt es eine schriftliche Prüfung für Logistiker EFZ?

Nach der Verordnung von 2023 nicht. Wer nach der Verordnung von 2016 abschliesst, hat eine schriftliche Prüfung von 3 Stunden.

Welche Hilfsmittel sind in der praktischen Arbeit erlaubt?

Laut Bildungsverordnung die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse.

Was wird im Fachgespräch gefragt?

Fragen zu deiner Arbeit, zu Abläufen und Entscheiden. Du erklärst und begründest dein Vorgehen.

Wie übe ich am besten?

Mit kurzen, regelmässigen Einheiten, Fehlerliste und lautem Erklären von Situationen aus dem Betrieb.

Welche Frage kommt besonders oft vor?

Abweichungen beim Wareneingang. Die richtige Reaktion ist fast immer: feststellen, dokumentieren, melden, erst dann buchen.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitQV Logistiker EFZ: Noten berechnen, Resultate und Durchfallquote

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