FaBe EFZ · Ausbildung · Stand
Die Ausbildung FaBe EFZ dauert drei Jahre und verbindet die Arbeit im Betrieb mit der Berufsfachschule und überbetrieblichen Kursen. Du wählst bei Lehrbeginn eine von vier Ausrichtungen. Hier findest du die wichtigsten Fakten zur Lehre und zur Suche nach einer Lehrstelle.
Die Lehre in Kürze
Neben der betrieblichen Lehre gibt es auch schulisch organisierte Angebote.
| Punkt | Angabe |
|---|---|
| Dauer | 3 Jahre |
| Voraussetzung | Obligatorische Schule abgeschlossen |
| Betrieb | 3 bis 4 Tage pro Woche, zum Beispiel in einer Kita oder einem Wohnheim |
| Berufsfachschule | 1 bis 2 Tage pro Woche |
| Überbetriebliche Kurse | In mehreren Kantonen 20 Tage über drei Jahre |
| Berufsmaturität | Bei sehr guten schulischen Leistungen möglich |
| Abschluss | Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) |
Die vier Ausrichtungen
Der grösste Teil der Ausbildung ist laut SAVOIRSOCIAL in allen vier Ausrichtungen identisch. Unterschiede gibt es bei den fachrichtungsspezifischen Bildungszielen. Nach der Ausbildung kannst du den Bereich wechseln. Was die einzelnen Fachrichtungen im QV prüfen, zeigen QV FaBe Kind und QV FaBe MmB.
- Fachrichtung Kinder: zum Beispiel Kitas und weitere Angebote der Kinderbetreuung
- Fachrichtung Menschen mit Beeinträchtigung: Institutionen für Menschen mit körperlicher oder kognitiver Beeinträchtigung
- Fachrichtung Menschen im Alter: zum Beispiel Alters- und Pflegeheime
- Generalistische Ausbildung: Kompetenzen, die über verschiedene Zielgruppen hinweg formuliert sind
Was du mitbringen solltest
Berufsberatung.ch nennt Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und die Bereitschaft für unregelmässige Arbeitszeiten. In vielen Betrieben arbeitest du auch abends oder am Wochenende. Eine Schnupperlehre zeigt dir, ob dir der Alltag mit Kindern, Menschen mit Beeinträchtigung oder älteren Menschen liegt. Achte beim Schnuppern darauf, wie das Team zusammenarbeitet und wie viel Zeit für Gespräche mit den betreuten Personen bleibt. Notiere dir Fragen und Eindrücke, sie helfen dir später im Vorstellungsgespräch.
Lehrstelle finden
- In der Lehrstellenbörse auf berufsberatung.ch nach «Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ» und der gewünschten Fachrichtung suchen.
- Schnuppern in mindestens zwei Betrieben, möglichst in verschiedenen Fachrichtungen.
- Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnissen und Schnupperbericht, falls vorhanden.
- Darauf achten, dass der Betrieb eine kantonale Bildungsbewilligung hat. Ohne sie darf er keine Lernenden ausbilden.
- Im Gespräch nach Lohn, Arbeitszeiten, Begleitung durch die Berufsbildnerin und Schultagen fragen.
Lohn in der Lehre
SAVOIRSOCIAL empfiehlt für 2027 brutto CHF 845 im ersten, CHF 1'055 im zweiten und CHF 1'415 im dritten Lehrjahr. Der verbindliche Betrag steht im Lehrvertrag. Mehr dazu im Ratgeber Lohn FaBe EFZ.
Wege für Erwachsene
Erwachsene können die Lehre regulär oder verkürzt (in der Regel zwei Jahre) absolvieren. Wer bereits lange in der Betreuung arbeitet, kann ohne Lehrvertrag über Art. 32 BBV oder das Validierungsverfahren abschliessen. Details stehen unter Validierungsverfahren FaBe EFZ.
Abschluss und Weiterbildung
Die Lehre endet mit dem Qualifikationsverfahren aus praktischer Arbeit, Berufskenntnissen, Allgemeinbildung und Erfahrungsnote (Ratgeber zum QV FaBe). Danach nennt berufsberatung.ch unter anderem diese Weiterbildungen:
- Höhere Fachschule: Kindheitspädagogik HF, Sozialpädagogik HF, Gemeindeanimation HF, Aktivierung HF
- Berufsprüfungen: Sozialbegleiter/in, Teamleiter/in in sozialen und sozialmedizinischen Institutionen, Fachmann/-frau Langzeitpflege und -betreuung, Spezialist/in für die Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen, Arbeitsagoge/-agogin, Job Coach Arbeitsintegration
- Höhere Fachprüfungen, zum Beispiel Leiter/in von sozialen und sozialmedizinischen Organisationen
- Fachhochschule, zum Beispiel Soziale Arbeit, mit unterschiedlichen Zulassungsbedingungen
Wie die Lehre aufgebaut ist
Die Bildungsverordnung gliedert die Ausbildung in sechs Handlungskompetenzbereiche. Vier davon lernen alle Lernenden: transversale Kompetenzen wie Berufsrolle und Kommunikation, Begleiten im Alltag, Autonomie und Partizipation sowie Arbeiten in Organisation und Team. Zwei Bereiche sind je nach Fachrichtung verschieden: das Handeln in spezifischen Begleitsituationen sowie Bildung, Entwicklung und Lebensqualität. Im Betrieb setzt du um, was du an der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen lernst, und hältst es in deiner Lerndokumentation fest. Diese darfst du später in der praktischen Prüfung als Hilfsmittel benutzen.
Wichtig zu wissen
Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung FaBe EFZ?
Drei Jahre. Für Erwachsene gibt es eine verkürzte Ausbildung, die in der Regel zwei Jahre dauert.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Eine abgeschlossene obligatorische Schule. Betriebe achten zudem auf Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Teamfähigkeit.
Wie finde ich eine Lehrstelle FaBe EFZ?
Über die Lehrstellenbörse auf berufsberatung.ch, durch Schnuppern und Direktbewerbungen bei Betrieben mit kantonaler Bildungsbewilligung.
Kann ich die Fachrichtung später wechseln?
Nach dem Abschluss steht ein Wechsel laut SAVOIRSOCIAL offen. Während der Lehre ist die Fachrichtung im Lehrvertrag festgelegt.
Ist eine Berufsmaturität möglich?
Ja, bei sehr guten schulischen Leistungen kannst du die Berufsmaturitätsschule besuchen.
Quellen und weiterführende Links
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