Gestalten von Einkaufserlebnissen: der Schwerpunkt im Detailhandel EFZ

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Detailhandel EFZ · Schwerpunkt · Stand

Gestalten von Einkaufserlebnissen ist einer von zwei Schwerpunkten der Lehre als Detailhandelsfachfrau oder Detailhandelsfachmann EFZ. Er wird im Lehrvertrag festgelegt und in Position 3 der praktischen Prüfung geprüft. Hier siehst du, was dazugehört und wie du dich vorbereitest.

Zwei Schwerpunkte zur Wahl

Nach Art. 1 der Bildungsverordnung gibt es zwei Schwerpunkte: Gestalten von Einkaufserlebnissen (Handlungskompetenzbereich e) und Betreuen von Online-Shops (Handlungskompetenzbereich f). Die Bereiche a bis d lernen alle. Der Schwerpunkt steht im Lehrvertrag und im Notenausweis.

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Fragen mit Lösungen

Die drei Kompetenzen im Bereich e

Handlungskompetenzen Schwerpunkt Gestalten von Einkaufserlebnissen (Art. 5 Bildungsverordnung)
CodeHandlungskompetenz
e1Anspruchsvolle Kunden- und Verkaufsgespräche im Detailhandel führen
e2Produkte- und dienstleistungsorientierte Erlebniswelten im Detailhandel gestalten
e3Kundenanlässe oder Verkaufspromotionen mitgestalten

Wo der Schwerpunkt geprüft wird

Die schriftlichen und mündlichen Berufskenntnisse prüfen nur die Bereiche A, B und D. Dein Schwerpunkt zählt deshalb in der praktischen Arbeit und in der Erfahrungsnote. In der VPA ist er Position 3 mit 30 Minuten und 30 % Gewicht, in allen Branchen. Im dritten Lehrjahr prüft zudem der Kompetenznachweis der überbetrieblichen Kurse deinen Schwerpunkt.

Position 3 der VPA im Detail

Die Praxisaufgabe dauert 10 Minuten (Variante 1) oder 20 Minuten (Variante 2). Welche der beiden Aufgaben du erhältst, teilen dir die Prüfungsexpertinnen und -experten nach Vorgabe deiner Branche zu.

  • Anspruchsvolles Kundengespräch: 20 Minuten in Variante 1, 10 Minuten in Variante 2. Es folgt direkt auf Position 1, zum Beispiel eine Reklamation mit einer sehr aufgebrachten Kundin.
  • Praxisaufgabe 1, Erlebniswelt: Du zeigst, wie du für ein vorgegebenes Produkt oder eine Dienstleistung eine Erlebniswelt für ein definiertes Kundensegment gestalten würdest.
  • Praxisaufgabe 2, Kundenanlass oder Promotion: Du planst Elemente eines Kundenanlasses oder einer Verkaufspromotion und erklärst deine Überlegungen.

Übung: eine Erlebniswelt planen

Übe die Praxisaufgabe mit einem Produkt aus deinem Sortiment. Ein mögliches Vorgehen:

  • Kundensegment beschreiben: Wer kauft, mit welchem Bedürfnis?
  • Thema und Botschaft festlegen, passend zur Saison oder zum Anlass.
  • Produkte und Zusatzartikel auswählen, die zusammen einen Nutzen ergeben.
  • Präsentation planen: Platzierung, Blickfang, Information, Möglichkeit zum Ausprobieren.
  • Erfolg messen: Woran erkennst du, ob die Erlebniswelt wirkt, zum Beispiel am Umsatz der Artikel?

Übung: das anspruchsvolle Gespräch

Für das anspruchsvolle Kundengespräch hilft ein festes Schema: zuhören, ohne zu unterbrechen, Verständnis zeigen, das Anliegen in eigenen Worten zusammenfassen, Lösungen anbieten und die Einigung festhalten. Bleib ruhig und sachlich, auch wenn der Ton rau wird. Übe mit einer Kollegin, die eine verärgerte Kundin spielt, und tauscht danach die Rollen. So merkst du, welche Sätze beruhigen und welche die Situation verschärfen. Mehr dazu steht in Kundenberatung und Fragetechnik.

Vergleich mit dem Schwerpunkt Online-Shops

Im Schwerpunkt Betreuen von Online-Shops (f1 bis f3) pflegst du Artikeldaten, wertest Daten zu Onlineverkäufen und Kundenverhalten aus und betreust Warenpräsentation und Abläufe im Shop. In der VPA bearbeitest du dort zwei von drei Praxisaufgaben zu je 15 Minuten. Die überbetrieblichen Kurse für Online-Shops führt BDS selbst durch. Wie die übrigen Positionen der VPA ablaufen, erklärt Berufskenntnisse, VPA und Gespräche. Den Gesamtaufbau zeigt der Ratgeber zum QV Detailhandel.

Typische Fehler in Position 3

  • Die Erlebniswelt ohne Kundensegment planen: Die Aufgabe verlangt ausdrücklich ein definiertes Segment.
  • Nur Dekoration beschreiben: Zeige, wie die Präsentation zum Kauf führt und welche Zusatzartikel passen.
  • Im anspruchsvollen Gespräch zu früh eine Lösung anbieten, bevor die Kundin ihr Anliegen erklären konnte.
  • Bei der Promotion die Kosten und den Ablauf vergessen: Wer macht was, wann und mit welchem Material?
  • Nicht begründen: Die Expertinnen bewerten auch die Gedanken, die du dir machst.

Wichtig zu wissen

Aufbau, Termine, Gebühren und Zulassung legt die Prüfungsträgerschaft fest und kann sie ändern. Massgebend sind die aktuelle Prüfungsordnung und Wegleitung. Dieser Ratgeber ist ein unabhängiges Lernangebot und keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Häufige Fragen

Was ist der Schwerpunkt Gestalten von Einkaufserlebnissen?

Einer von zwei Schwerpunkten der Lehre. Er umfasst anspruchsvolle Verkaufsgespräche, Erlebniswelten und Kundenanlässe oder Promotionen.

Wird der Schwerpunkt schriftlich geprüft?

Nein. Die Berufskenntnisse prüfen nur A, B und D. Der Schwerpunkt zählt in der VPA (Position 3) und in der Erfahrungsnote.

Wie lange dauert Position 3 der VPA?

30 Minuten, aufgeteilt auf ein anspruchsvolles Kundengespräch und eine Praxisaufgabe. Sie zählt 30 % der praktischen Arbeit.

Kann ich den Schwerpunkt wechseln?

Der Schwerpunkt ist im Lehrvertrag festgehalten. Ein Wechsel muss mit Betrieb und kantonalem Amt geklärt werden.

Was ist der andere Schwerpunkt?

Betreuen von Online-Shops mit Artikeldaten, Datenauswertung und Shop-Betreuung.

Quellen und weiterführende Links

Weiter mitKundenberatung, Fragetechnik und Einwandbehandlung im Detailhandel

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